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Reziproke Frequenzmessung

Normalerweise arbeiten Frequenzzähler mit einer wählbaren Torzeit. Innerhalb dieser Torzeit werden die einghenden Impulse gezählt und dann zur Anzeige gebracht. Der Nachteil ist, dass dieses Intervall jedesmal neu startet und abläuft. Bei einer kurzen Torzeit stört das noch nicht allzusehr, bei längeren Torzeiten schon erheblich.

Bei der reziproken Frequenzmessung funktioniert das grundlegend anders. Es werden nicht die einlaufenden Impulse gezählt, sondern die Zeit dazwischen. Aus dieser Zeit wird dann die Frequenz berechnet. Da die Frequenz f = 1/t ist heist es eben Reziproke Frequenzmessung. Der große Vorteil ist, dass unmittelbar ein Messwert zur Verfügung steht. Auch hier können Messintervalle gewählt werden. Mit länger werdenden Intervallen erhöht sich auch die Genauigkeit. Der Messwert steht aber sofort mit geringerer Auflösung zur Verfügung.

Ein Beispiel mit dem TF930 von TTi: Als Messintervall werden 100s gewählt. Sofort (nach 0,3s) steht der Messwert mit 7 Stellen zur Verfügung. Nach 1s mit 8 Stellen, nach 10s mit 9 Stellen und nach 100s mit 10Stellen.

Nach diesen 100s startet die Messung aber nicht neu, so wie beim Torzeitverfahren, sondern es werden immer die letzten 100s ausgewertet. Das heißt, hier wird, nach Erreichen der Messzeit, kontinuierlich weiter gemessen.

Hier sieht man den Frequenzmesser von TTi (Thurlby Thandar Instruments) am 10 MHz Quarzofen.

Meiner Meinung nach ist der TF930 mit das Beste was es zu diesem Preis gibt. 10 Stellen! Das ergibt auch noch über 1GHz eine Auflösung im 1 Hz-Bereich. Vertrieben wird dieser Frequenzzähler mit reziproker Messung in Deutschland  u.a. von der Firma Telemeter Electronic (www.telemeter.info).